Ruhe in Frieden!

Die Möglichkeiten für eine Beisetzung haben sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt bzw. erweitert. Wer sich jedoch für eine Beisetzung auf einem klassuschen Friedhof entscheidet, hat in erster Linie meist folgende Wahl:

Die Erdbestattung (Sarg) ist die traditionellste sowie älteste Bestattungsform in unserem Kulturkreis. Für eine Erdbestattung wird eine Grabstätte auf einem Friedhof benötigt. Generell unterscheidet man zwischen Wahl- und Reihengräbern. Ein Wahlgrab kann in Größe und Lage variieren und somit auch als Familiengrab genutzt sowie nach Ablauf der Ruhezeit verlängert werden. Ein Reihengrab bietet diese Möglichkeiten nicht, ist dafür jedoch kostengünstiger.

Die Feuerbestattung (Urne) hat ebenfalls eine lange Tradition und ist vielerorts inzwischen die meistgewählte Bestattungsart. Bei einer Feuerbestattung erfolgt die Einäscherung des Verstorbenen im Sarg (in der Regel ist dies ein einfacher Einäscherungssarg). Auch bei der Feuerbestattung kann die Trauerfeier zunächst am Sarg stattfinden, bevor anschließend die Überführung in en Krematorium erfolgt. Die Trauergemeinde kommt dann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zusammen und begleitet die Beisetzung der Urne zum Grab. Möchte man Trauerfeier und Beisetzung zum gleichen Zeitpunkt, entscheidet man sich für eine Trauerfeier mit Urne.

Mit der Anlage eines gärtnergepflegten Grabfeldes richten sich die örtlichen Friedhofsverwaltungen und Friedhofsgärtnereien an diejenigen Menschen, die sich eine gepflegte Grabstätte mit ansprechender Bepflanzung wünschen, aber aus unterschiedlichen Gründen die aufwändige Grabpflege nicht übernehmen können oder wollen. Die Friedhofsgärtner kümmern sich das ganze Jahr über um die Anlage und übernehmen auf Dauer die sorgfältige Pflege der Gräber. Garantiert wird das durch den Abschluss eines Dauergrabpflege-Vertrages. Die Bestattungsmöglichkeiten im gärtnergepflegten Grabfeld sind vielfältig und örtlich unterschiedlich.

Die Baumbestattung auf Friedhöfen (oder in einem Wald → Link Ruhewald/Friedwald) ist eine relativ neue Form der Bestattung. Inzwischen wird diese Bestattungsart aufgrund steigender Nachfrage von vielen Friedhöfen angeboten. Die Asche Verstorbener wird direkt zu den Wurzeln eines Baumes gegeben. Der Baum ist Grab und Grabmal in einem, er nimmt die Asche mit seinen Wurzeln als Sinnbild des Lebens über den Tod hinaus auf. Die Grabpflege übernimmt die Natur.